Ernährungstipps



 

 

 

E R N Ä H R U N G

 

 

 

Viele Patienten kommen in meine Praxis und haben folgende Probleme:

 

 

 

Übergewicht

Hoher Blutdruck

Hautausschläge

Kopfschmerzen / Migräne

Atembeschwerden

Gelenkbeschwerden

Sonstige chronische Krankheiten

 

 

Um herauszufinden, was die Ursache des Krankheitsbildes ist, muß ich vielschichtig denken. Grob gedacht kommen zunächst folgende Möglichkeiten in Frage:

Problem von innen heraus

Krebserkrankung, Tumor, Stoffwechselentgleisung, Diabetes, chronisch entzündliches Geschehen etc.

Problem von aussen: 

Entzündung durch Viren, Bakterien, Parasiten, Pilze etc.

Umwelteinflüsse durch Gifte wie zum Beispiel Blei, Spritzmittel, Unkrautvernichter, etc.

Man sollte darüber nachdenken, ob in letzter Zeit ein neues Regal gekauft wurde (Formaldehydbelastung durch Ausdünstung)

Oder man sollte sich überlegen, ob ein neues Kleidungsstück angeschafft wurde, was u.U. mit Pestizid behandelt wurde (das sind oft Waren, die einen längeren Weg von Übersee hinter sich haben)

Ernährung: Bei einem Teil der Patienten werden diese Beschwerden durch falsche Ernährung hervorgerufen. Durch eine konsequente Ernährungsumstellung können viele Beschwerden gelindert oder auch völlig geheilt werden.

 

 

Was bedeutet richtige/falsche Ernährung ?

 

Jeder Mensch hat einen bestimmten Bedarf an täglicher Energie, die er als Nahrungsmittel ( Essen / Trinken ) zu sich nimmt. Das nennt man Grundumsatz.

Dieser Grundumsatz ist von Mensch zu Mensch verschieden. Er ist außerdem abhängig von der täglichen Belastung und kann nur schwer gemessen werden (nicht so einfach wie das Körpergewicht mit einer Waage).

Deshalb weiss ein Mensch auch nie so genau, ob er jetzt die richtige Menge Nahrung aufnimmt, oder ob es zu viel oder zu wenig ist.

Er kann sich nach seinem Hunger oder Sättigungsgefühl richten. Was an aufgenommener Nahrung überflüssig ist, wird entweder als Fett im Organismus gespeichert oder über Stuhlgang/Urin ausgeschieden.

 

Wie ist unsere Nahrung zusammengesetzt ?

 

Es gibt natürliche Nahrungsmittel, die unverändert, so wie sie in der Natur gewachsen sind, als Nahrung aufgenommen werden. Dazu gehören Kartoffeln, Reis, Karotten, Salat, Petersilie, Pfeffer, Salz etc.

Wenn man ausschließlich diese Nahrungsmittel zur täglichen Ernährung heranzieht, werden die nahrungsmittelabhängigen Beschwerden sehr schnell weniger werden bzw. verschwinden. Ein Übergewicht wird nicht aufgebaut.

 

 

Wie hat der Mensch die natürliche Ernährung verändert ?

 

Kombination verschiedener natürlicher Lebensmittel untereinander mit undefinierten Wechselwirkungen

Der Mensch hat Getreide geschrotet und mit anderen Nahrungsmitteln kombiniert. Er hat aus Getreide Nudeln, Gries und andere Kombinationen hergestellt. Alles kein Problem für diejenigen, die es vertragen und kein Gewicht einlagern !!!!

Zusatz von Geschmacksverstärkern ( im wesentlichen Glutamat ). Die meisten Lebensmittel enthalten natürlicherweise Glutamat in der Zelle und außerhalb. Glutamat ist ein natürlicher Nahrungsmittelbestandteil und fördert den natürlichen aromatischen Geschmack. Es führt in dieser Form weder  zu Beschwerden noch zu Übergewicht.

Das Glutamat kann man jedoch auch in den Lebensmitteln anreichern oder gar extrahieren und anderen Lebensmitteln zusetzen. Dadurch wird der natürliche Lebensmittelgeschmack intensiviert. Das führt dazu, daß der Mensch mehr von diesen Lebensmitteln zu sich nimmt als er von Grundumsatz benötigen würde. Die Folge sind Übergewicht und diverse Beschwerden.

Glutamat kann bei empfindlichen Menschen den Histaminspiegel im Darm erhöhen. Das Histamin geht ins Blut über und führt je nach Art der Überempfindlichkeit zu den oben genannten Beschwerden. Ähnlich wie bei einem Insektenstich schwillt das betroffene Gewebe an. Bei angeschollenen Adern im Kopf kann man sich leicht die Entstehung von Kopfschmerzen erklären.

Zusatz von Glukose-Fruktose-Sirup ( aus Mais gewonnen ). Die Nahrungsmittel werden im Darm in kleine Stücke aufgespalten. Eins davon ist Glukose. Glukose ist eine Form des Zuckers und dient dem Grundumsatz zur schnellen Energiebereitstellung. Industriell hergestellt wird in ganz vielen Nahrungsmitteln die Glukose an Fruktose gekoppelt. Fruktose ist ein anderer Zucker, der als Geschmacksverstärker für "Süß" viel intensiver als Glukose ist. Dadurch ißt der Mensch viel mehr als er für seinen Grundumsatz braucht. Fruktose wird über die Leber abgebaut und dient kaum als Energielieferant. Die zusätzliche zu viel aufgenommene Glukose wird als Fett gespeichert.

Um den Appetit anzuregen, werden den Nahrungsmitteln industriell Farbstoffe, Aromastoffe, Emulgatoren ( um Eis cremig zu machen ) und verschiedene andere Stoffe zugefügt. Alles kein Problem für diejenigen, die es vertragen und kein Gewicht einlagern !!!!

Durch falsche Ernährung kann sich die Innenhaut des Darmes entzünden und für Nahrungsmittelbestandteile durchlässig werden, die eigentlich im Darm aufgespalten werden sollen. Diese Nahrungsmittelbestandteile können sich dann im Gewebe und in den Gelenken ablagern und krank machen.

 

Die gemeinsame Nahrungsaufnahme diente früher der Familie zur Kommunikation und zur Erziehung der Kinder. Es wurden nach dem Krieg, als die Zeit des Hungerns vorüber war, Dinge gegessen, die die Mutter und die Oma im Gemüsegarten angepflanzt hatten. Das waren die natürlichen Lebensmittel.

Durch neue familiäre Organisationsformen wie Abschaffung der Großfamilie und getrennte Nahrungsaufnahme zu unterschiedlichen Zeiten wurde dem Essen in der Familie nicht mehr der zeitliche Stellenwert eingeräumt wie früher. Es wird entweder schnell Fastfood konsumiert, oder es finden Events statt beim Italiener, Griechen, Türken, Asiaten, Amerikaner. Die Oma mit ihrem gesunden Gemüsegarten ist da nicht mehr vertreten.

 

 

Systematik von

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

 

( 1 )    Allergische Nahrungsmittelunverträglichkeiten

 

( 2 )    Zöliakie,  Getreideunverträglichkeit

            Bestimmung von Glutenantikörpern, Endomysiumantikörpern,

            Gewebstransglutaminase, HLA-DQ2 und HLA-DQ8 im Blut, 

            Eisenmangel, IgA., Dünndarmbiopsie               

 

( 3 )    Psychosomatische Nahrungsmittelunverträglichkeiten

 

( 4 )    Nicht allergische/nicht immunologische  Nahrungsmittel-

            unverträglichkeiten                        

 

         - Strukturell

                        Zum Beispiel Dünndarmdivertikel mit bakterieller

                        Dünndarmüberwucherung                                                   

         - Funktionell

                        Laktoseintoleranz durch Laktasemangel im Dünndarm,

                        Fruktoseintoleranz                                       

         - Toxisch

                        Toxinwirkungen durch Gifte von Bakterien, Viren, Parasiten,

                        Pilzen (Lektin),  (Histamin) im Fisch

        

         - Nicht-toxisch

 

                  -        Immunologisch vermittelte Reaktionen

                  -        Nicht immunologisch vermittelte Reaktionen

 

                                    Durch Histamin, Salicylate, Tyramin, Serotonin Sulfite

 

                                    Diagnostik der Histaminintoleranz:

                                    Anamnese

                                    Histaminspiegel im Serum

                                    DAO - Aktivität im Serum

                                    Kupfer, Vitamin B6, Vitamin C ( Cofaktoren von DAO )

                                    Starker Hinweis durch: Doppelblinden

                                    placebokontrollierte oralen Provokationstest

                                    Serumtryptase ( Ausschluß Mastozytose )

 

 

Diagnostik von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

In der Diagnostik von ernährungsbedingten Erkrankungen gibt es nicht den Einzelwert wie den Blutzucker bei Diabetes.

Es gibt Labortests bei Milchzucker- und Fruchtzuckerüberempfindlichkeit. Es gibt Serumtests bei Histaminüberempfindlichkeit und bei Kuhmilcheiweissunverträglichkeit, sowie bei Zöliakie und Mastozytose.

Die von einigen Labors angebotenen Allergietests sagen lediglich aus, ob ein Kontakt zu einem Nahrungsmittel bestand. Diese Tests sagen nichts darüber aus, ob eine Nahrungsmittelbedingte Allergie/Erkrankung vorliegt.

Somit kann eine sinnvolle Behandlung nur darin bestehen, erst einmal alles wegzulassen, was verdächtig ist.

 

 

Die logische Konsequenz ist: Natürliche Ernährung !

Unabhängig von den definierten nahrungsmittelabhängigen Erkrankungen, die ich oben geschildert habe, ist es bei allen anderen Beschwerden letztendlich ein Ausprobieren, ob eine Erkrankung etwas mit der Ernährung zu tun hat. Das ist der sinnvollste medizinische Rat, den die Schulmedizin im Moment zu bieten hat. Dieses "Ausprobieren" macht aber nur dann einen Sinn, wenn es auch 100% konsequent durchgeführt wird. Also: Natürliche Lebensmittel, wenig weisses Fleisch ( Geflügel ), kaum rotes Fleisch ( Schwein / Rind ). Keine Süssigkeiten, zu trinken nur Wasser. Das klingt nach Askese, ist aber die normale Ernährung, die der Mensch viele Jahrhunderte lang zu sich genommen hat. Dazu brauchen Sie auch keinen Diätplan! Diätpläne sind nur Fluchtinstrumente, die vom eigentlichen Problem ablenken. Von Kartoffeln und Bohnen wird man nicht dick oder krank!

Bei denjenigen, die gut ansprechen, gehen Gewicht und Blutdruck in den Normalbereich, die Beschwerden klingen ab und auch die morgendlichen Schmerzen beim Aufstehen gehen deutlich zurück.

 

Warum fällt uns eine konsequente Ernährungsumstellung so schwer?

 

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum die ersten Tage des Weglassens von Süßigkeiten, Fastfood, Chips, Ketchup etc. schwierig sein können?

Einer, der aufhört, zu rauchen oder zu Trinken, hat die gleichen Probleme. Vor allem die Geschmacksverstärker enthalten ein Mißbrauchs- und Suchtpotential, das zu Ihrer Reaktion führt.

Denken Sie nach. Möchten Sie Ihr eigener freier Herr mit starkem Charakter sein, oder möchten Sie ein Mensch sein, bei dem seine eigene Gedankenwelt durch die parallele Gedankenwelt des Essens  überlagert wird ?